Drogengesetze im internationalen Vergleich
Kaum ein Politikfeld ist so unterschiedlich geregelt wie der Umgang mit Drogen. Während Portugal den Eigenkonsum sämtlicher Substanzen entkriminalisiert hat, drohen in Singapur bereits für den Besitz geringer Mengen die Todesstrafe. Unsere 139 Länderprofile auf sechs Kontinenten zeigen, welche Regeln tatsächlich gelten, wo sich Gesetze gerade ändern und was das für Reisende und Betroffene bedeutet.
Die internationale Drogenpolitik bewegt sich zwischen zwei Polen: Entkriminalisierung und Prävention auf der einen Seite, Nulltoleranz und maximale Abschreckung auf der anderen. In Europa dominiert ein Trend zur Liberalisierung, angeführt von Deutschlands Cannabis-Teillegalisierung 2024. In weiten Teilen Asiens hingegen gelten die härtesten Drogengesetze der Welt.
Südamerika steht als Anbauregion vor besonderen Herausforderungen: Uruguay war 2013 weltweit das erste Land mit vollständiger Cannabis-Legalisierung. In Nordamerika prallen Kanadas föderale Legalisierung und das US-Bundesverbot aufeinander – inklusive unserer 50 detaillierten US-Bundesstaatenprofile. Afrika zeigt mit Südafrikas Verfassungsurteil und Marokkos Cannabis-Reform, dass Reformen auch jenseits des westlichen Mainstreams stattfinden.
Alle Artikel sind journalistisch aufbereitet und mit Quellenverweisen versehen. Sie ersetzen keine Rechtsberatung, bieten aber den fundierten Überblick, der beim Thema Drogenpolitik oft fehlt. Da sich Gesetze jederzeit ändern können, empfehlen wir, vor einer Reise die aktuellen Bestimmungen des Ziellandes zu prüfen.