Drogenpolitik

Drogengesetze für Reisende

20 Länderprofile zum Thema Drogengesetze für Reisende – Gesetze, Hintergründe und aktuelle Entwicklungen.

Drogengesetze für Reisende: Wo besondere Vorsicht geboten ist

Für deutsche Reisende gilt: Die Drogengesetze des Ziellandes gelten uneingeschränkt – unabhängig davon, was in Deutschland erlaubt ist. In den hier aufgeführten 20 Ländern drohen Touristen bei Drogendelikten extreme Strafen, die von langjährigen Haftstrafen bis zur Todesstrafe reichen.

Höchstes Risiko: Todesstrafe für Touristen

In Singapur, Indonesien, Malaysia, Vietnam, China, dem Iran und Saudi-Arabien droht Touristen die Todesstrafe für Drogenhandel. In Saudi-Arabien sind rund 75 Prozent der wegen Drogendelikten Hingerichteten Ausländer. An Flughäfen in Singapur warnen Schilder: „Death for drug traffickers under Singapore law."

Hohe Haftstrafen und gesellschaftliche Folgen

Japan nimmt bei Drogenverstößen keine Rücksicht auf die Herkunft: Ausländer werden festgenommen, in Untersuchungshaft gehalten und bei Verurteilung zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die konsularische Betreuung ist begrenzt. Südkorea verfolgt einen einzigartigen extraterritorialen Ansatz: Südkoreanische Staatsangehörige können für den Konsum von Cannabis in Ländern, wo es legal ist, bei der Rückkehr bestraft werden.

In der Türkei drohen ein bis fünf Jahre Haft für Cannabis-Besitz. Ägyptens Drogengesetze sehen bis zu 25 Jahre Haft für den Besitz vor. Russland bestraft den Besitz größerer Mengen mit bis zu 15 Jahren Freiheitsentzug.

Trügerische Sicherheit in Südostasien

Thailand hat Cannabis zwar von der Betäubungsmittelliste gestrichen, aber für alle anderen Substanzen gelten weiterhin drakonische Strafen. Kambodscha wird oft als tolerant wahrgenommen, doch die Gesetze sind streng – Touristen wurden bereits zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Laos und Myanmar haben die Todesstrafe für Drogenhandel und bieten minimale konsularische Unterstützung für inhaftierte Ausländer.

Praktische Tipps für Reisende

Die Philippinen und Kuba verfolgen eine erklärte Nulltoleranz-Politik. Pakistan hat strenge islamische Drogengesetze.

Reisende sollten vor Reiseantritt die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes prüfen. Wer sicherstellen möchte, dass keine Substanzen mehr im Körper nachweisbar sind, kann mit einem Schnelltest vor der Abreise Gewissheit schaffen. Die Nachweiszeiten variieren je nach Substanz erheblich.

Länderprofile: Drogengesetze für Reisende

Wählen Sie ein Land, um mehr über Gesetze, Strafen und aktuelle Entwicklungen zu erfahren:

Flagge ChinaChina

Nulltoleranz mit historischer Dimension: Todesstrafe, Zwangsrehabilitation und staatliche Kontrolle.

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Flagge IranIran

Todesstrafe für Drogenhandel, aber pragmatische Substitutionsprogramme.

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Flagge Saudi-ArabienSaudi-Arabien

Scharia-basierte Nulltoleranz: Todesstrafe bei Drogenhandel, strikte gesellschaftliche Kontrolle.

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Flagge SingapurSingapur

Todesstrafe ab 15 Gramm Heroin: Singapurs kompromisslose Abschreckungspolitik.

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Flagge IndonesienIndonesien

Einer der härtesten Drogengesetzgebungen weltweit: Todesstrafe bei Handel, strikte Kontrollen.

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Flagge MalaysiaMalaysia

Von der Todesstrafe zur Reform: Malaysias schrittweiser Wandel in der Drogenpolitik.

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Flagge VietnamVietnam

Todesstrafe bei Drogenhandel und staatliche Zwangsrehabilitation.

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Flagge PhilippinenPhilippinen

Tausende Tote im „Krieg gegen Drogen" – Dutertes umstrittenes Erbe.

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Flagge JapanJapan

Kulturelle Nulltoleranz: Selbst CBD war lange verboten – Japans unnachgiebige Drogenpolitik.

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Flagge KatarKatar

Strikte islamische Drogengesetze und null Toleranz im Wüstenstaat.

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Flagge TürkeiTürkei

Harte Strafen, historische Transitroute und ein wachsendes Drogenproblem.

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Flagge ThailandThailand

Von der Todesstrafe zur Cannabis-Entkriminalisierung: Thailands radikaler Kurswechsel.

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Flagge ÄgyptenÄgypten

Strenge Drogengesetze, kulturelle Tabus und hohe Strafen – Ägyptens kompromissloser Kurs.

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Flagge RusslandRussland

Harte Strafen, kein Spielraum: Russlands kompromissloser Ansatz.

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Flagge SüdkoreaSüdkorea

Kulturelle Nulltoleranz und extraterritoriale Strafverfolgung – Südkoreas harter Kurs.

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Flagge MyanmarMyanmar

Weltweit zweitgrößter Opiumproduzent mit komplexem Drogen-Konflikt-Nexus.

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Flagge LaosLaos

Strenge Gesetze auf dem Papier, traditioneller Opiumanbau in den Bergregionen.

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Flagge KambodschaKambodscha

Offiziell streng verboten, aber laxe Durchsetzung – Kambodschas widersprüchliche Realität.

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Flagge KubaKuba

Sozialistischer Inselstaat mit strenger Drogenpolitik und niedrigen Konsumraten.

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Flagge PakistanPakistan

Strenge islamische Drogengesetze, aber wachsende Heroin-Problematik.

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Darf ich mit Cannabis aus Deutschland in den Urlaub fliegen?

Nein. Auch wenn Cannabis in Deutschland legal ist, verbieten internationale Abkommen den grenzüberschreitenden Transport. Bei der Ausreise am Flughafen und bei der Einreise ins Zielland drohen Beschlagnahme und strafrechtliche Verfolgung – auch innerhalb der EU.

Was tun bei einer Festnahme wegen Drogen im Ausland?

Sofort die deutsche Botschaft oder das Konsulat kontaktieren. Die konsularische Betreuung umfasst Besuchsrecht, Vermittlung eines Anwalts und Kontakt zur Familie – jedoch keine rechtliche Vertretung oder Einflussnahme auf das Verfahren. In vielen Ländern gibt es kein Recht auf Kaution.

Sind Drogentests bei der Einreise in manche Länder üblich?

In den meisten Ländern gibt es keine routinemäßigen Drogentests bei der Einreise. Allerdings können in Ländern wie Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar Blut- oder Urintests angeordnet werden, wenn ein Verdacht besteht. Bereits Spuren von THC im Blut können als Drogenbesitz gewertet werden.

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