Substanz
THC / Cannabis – Drogentests
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DROGENTEST SureStep Marihuana THC 50ng/ml Testkas. 1 St.
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Was ein THC-Test misst
THC-Schnelltests reagieren nicht direkt auf das aktive THC, sondern auf dessen Hauptabbauprodukt THC-COOH (Carboxy-THC), das vom Körper über den Urin ausgeschieden wird. Weil dieser Metabolit fettlöslich ist und sich im Fettgewebe einlagert, ist Cannabis deutlich länger nachweisbar als andere Substanzen. Bei einmaligem Konsum geht das Nachweisfenster meist über 2–3 Tage, bei regelmäßigem Konsum sind mehrere Wochen realistisch – bei intensiv-täglichem Konsum auch zwei Monate. Eine vollständige Übersicht aller Substanzen liefert unser Nachweiszeiten-Ratgeber.
Welcher Cutoff passt zu welchem Zweck?
Die Empfindlichkeit eines Tests beschreibt der Cutoff in Nanogramm pro Milliliter (ng/ml). In dieser Kategorie finden Sie drei Stufen:
- 20 ng/ml – besonders sensitiv, schlägt schon bei sehr geringen Restmengen positiv an. Erste Wahl, wenn Sie eine längere Konsumpause selbst kontrollieren oder eine Laborprobe vorbereiten möchten.
- 25 ng/ml – sensitive Eigenkontrolle für die ersten Tage nach gelegentlichem Konsum, ein ausgewogener Mittelweg.
- 50 ng/ml – der internationale SAMHSA-Standard, wie er in Arbeitgeber- und Behördenkontexten weltweit genutzt wird. Liefert klare Ja/Nein-Antworten zur jüngsten Konsumphase.
Wer prüfen will, ob nach einer Abstinenzphase noch Restwerte messbar sind, wählt eine niedrige Schwelle. Für die Frage „liege ich unter einer offiziellen Grenze?" ist 50 ng/ml die passende Wahl.
Einzeltest oder Multitest?
Geht es ausschließlich um Cannabis, ist ein Einzeltest günstig und liefert ein eindeutiges Ergebnis. Soll der Test gleichzeitig weitere Substanzen erfassen – etwa bei unklarer Fragestellung im familiären Umfeld oder im Rahmen einer Beratung –, lohnt sich ein Multitest. Er prüft THC zusammen mit Kokain, Amphetaminen, MDMA und Opiaten in einer einzigen Probe und ist meist günstiger als mehrere Einzeltests. Multi-Panels mit 6 oder 10 Parametern decken zusätzlich Methamphetamin, Benzodiazepine, Methadon und Barbiturate ab.
So führen Sie den Test richtig durch
Verwenden Sie möglichst Morgenurin – die Konzentration ist hier am höchsten. Achten Sie auf eine Probentemperatur zwischen 32 und 38 °C und lesen Sie das Ergebnis innerhalb des im Beipackzettel genannten Zeitfensters (meist 5–10 Minuten) ab. Eine sichtbare Testlinie bedeutet negativ, eine fehlende Testlinie ein positives Resultat. Ergebnisse, die nach Ablauf des Auswertungsfensters erscheinen, sind nicht aussagekräftig. Verzichten Sie 24 Stunden vor dem Test auf große Trinkmengen – stark verdünnter Urin kann falsch-negative Ergebnisse begünstigen. Mehr zu typischen Fehlerquellen finden Sie im Beitrag Gründe für ein falsches Testergebnis.
Rechtlicher Kontext: Cannabis am Steuer
Seit dem 22. August 2024 gilt im Straßenverkehr ein THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blutserum. Für Fahranfänger in der Probezeit und alle Fahrer unter 21 Jahren gilt darüber hinaus ein absolutes Cannabisverbot am Steuer. Wer Cannabis und Alkohol mischt, verliert die höhere Toleranzschwelle. Was § 13a FeV bedeutet und welche Konsequenzen drohen, lesen Sie im Ratgeber Cannabis am Steuer 2026.
Hilfsangebote und nächste Schritte
Ein positiver Test ist kein Urteil, sondern ein Hinweis. Wer den eigenen Konsum reflektieren oder Angehörige unterstützen möchte, findet in jeder Suchtberatungsstelle kostenfreie und vertrauliche Hilfe – auf Wunsch anonym. Für die Wiederlangung der Fahrerlaubnis ist ein offizieller Abstinenznachweis nötig; Heimtests ersetzen ihn nicht, sind aber ideal zur Selbstkontrolle vor der Laborprobe.