Zoll zieht 10 kg Kokain und Amphetamin auf A3 raus
Mehr als 10 Kilogramm Kokain sowie rund 44,5 Liter eines mutmaßlichen Amphetamin-Gemischs hat eine Streife der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamts Schweinfurt am vergangenen Freitagvormittag (05.06.2026) bei einer Fahrzeugkontrolle auf der Autobahn 3 aus dem Verkehr gezogen. Der Fahrer wurde festgenommen und befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft.
Die Zollbeamten kontrollierten den Pkw mit polnischer Zulassung im fließenden Verkehr in Fahrtrichtung Nürnberg an der Ausfahrt Kitzingen. Der Fahrer - ein ukrainischer Staatsangehöriger - gab an, aus den Niederlanden nach Tschechien unterwegs zu sein. Die Frage der Einsatzkräfte nach verbotenen Gegenständen verneinte er zunächst. Ein positiver Drogentest an den Händen des Fahrers veranlasste die Zöllner jedoch zu einer eingehenden Durchsuchung des Fahrzeugs.
In der Reserveradmulde des Kofferraums stießen die Kontrollkräfte schließlich auf zehn prall gefüllte, luftdicht verschweißte Pakete mit einer weißen Substanz. Ein durchgeführter Schnelltest bestätigte den Verdacht: Bei dem Inhalt der Pakete handelt es sich mutmaßlich um mehr als 10 Kilogramm Kokain. Darüber hinaus wurde im Kofferraum des Fahrzeugs ein Gummischlagstock vorgefunden und sichergestellt.
Bei der weiteren Überprüfung des Fahrzeugs stellten die Beamten neben dem Kokain zwei mit Kraftstoff gefüllte Kanister (44,5 Liter) fest. Da ein durchgeführter Wischtest an den Kanistern positiv auf Amphetamin reagierte, wurden auch diese sichergestellt. Eine forensische Untersuchung soll nun final klären, ob es sich beim Inhalt um ein Gemisch aus flüssigem Amphetamin und Diesel handelt.
"Durch das Einschreiten unserer Einsatzkräfte haben wir verhindert, dass diese große Menge an Rauschgift auf der Straße landet", erklärt Benedikt Danz, Pressesprecher des Hauptzollamts Schweinfurt.
Sämtliche Beweismittel - darunter die Drogen, der Schlagstock, drei vorgefundene Mobiltelefone, 900 Euro Bargeld sowie der Pkw - wurden beschlagnahmt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde der vorläufig Festgenommene am Samstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten an.
Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Nordbayern des Zollfahndungsamtes München und des Bayerischen Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung.
Der Transport und Besitz von Kokain und Amphetamin stellen schwere Betäubungsmittelstraftaten dar, die mit Freiheitsstrafe bis zu 15 Jahren geahndet werden können. Die Fahrerlaubnis wird regelmäßig entzogen.
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