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// ESTLAND
array('title'=>'Estland','slug'=>'estland','meta_desc'=>'Drogenpolitik in Estland: Cannabis illegal, Eigenkonsum entkriminalisiert. Strafen, medizinisches Cannabis & aktuelle Gesetze 2026.','content'=><<<'HTML'
<h2>Drogenpolitik in Estland im Überblick</h2>
<p>Estland, das nördlichste der drei baltischen Staaten, verfolgt eine pragmatische Drogenpolitik, die repressive Elemente mit Ansätzen der Schadensminderung verbindet. Das EU- und Schengen-Mitglied mit rund 1,3 Millionen Einwohnern und der Hauptstadt Tallinn hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte bei der Bekämpfung seiner einst gravierenden Drogenproblematik erzielt. Estland war zeitweise das Land mit der höchsten Rate an <strong>Drogentoten pro Kopf</strong> in der gesamten Europäischen Union – eine Krise, die vor allem durch synthetische Opioide wie Fentanyl ausgelöst wurde.</p>
<p>Die estnische <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/" title="Drogenpolitik weltweit">Drogenpolitik</a> basiert auf dem Betäubungsmittelgesetz (Narkootiliste ja psühhotroopsete ainete ning nende lähteainete seadus) und dem Strafgesetzbuch. Im Gegensatz zu manchen skandinavischen Nachbarn setzt Estland stärker auf evidenzbasierte Maßnahmen und Schadensminderung, darunter Nadeltauschprogramme und Substitutionstherapie. Dennoch bleibt der Besitz und Handel mit illegalen Drogen strafbar.</p>
<h2>Welche Drogen sind in Estland legal oder illegal?</h2>
<p>Das estnische Betäubungsmittelgesetz unterscheidet zwischen verschiedenen Substanzkategorien. Die wichtigsten Regelungen im Überblick:</p>
<ul>
<li><strong>Cannabis:</strong> illegal, sowohl Besitz als auch Anbau und Verkauf verboten</li>
<li><strong>Opiate (Heroin, Fentanyl):</strong> streng verboten, Fentanyl war jahrelang das größte Drogenproblem des Landes</li>
<li><strong>Stimulanzien (Amphetamine, MDMA, Kokain):</strong> vollständig verboten</li>
<li><strong>Neue Psychoaktive Substanzen (NPS):</strong> durch generische Gesetzgebung weitgehend erfasst</li>
</ul>
<p>Alkohol und Tabak sind ab 18 Jahren legal erhältlich. Estland hat eine vergleichsweise hohe Alkoholsteuer, um den Konsum einzudämmen. Im Vergleich zur liberaleren Haltung in <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/niederlande/" title="Drogenpolitik in den Niederlanden">den Niederlanden</a> ist die estnische Drogenpolitik deutlich restriktiver, jedoch weniger hart als in <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/schweden/" title="Drogenpolitik in Schweden">Schweden</a>.</p>
<h2>Besitz und Konsum von Cannabis in Estland</h2>
<p>Cannabis ist in Estland illegal, jedoch wurde der Besitz geringer Mengen zum Eigenkonsum teilweise <strong>entkriminalisiert</strong>. Seit einer Gesetzesänderung wird der Besitz kleiner Mengen für den persönlichen Gebrauch als Ordnungswidrigkeit behandelt und nicht als Straftat verfolgt. Die konkreten Regelungen:</p>
<ul>
<li><strong>Geringe Mengen zum Eigenkonsum:</strong> Ordnungswidrigkeit, Geldbuße bis zu 1.200 Euro</li>
<li><strong>Größere Mengen:</strong> Straftat, Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahre</li>
<li><strong>Anbau:</strong> strafbar, auch in kleinem Umfang</li>
</ul>
<p>Diese partielle Entkriminalisierung bedeutet nicht Legalisierung – Cannabis bleibt eine verbotene Substanz. Polizeikontrollen sind insbesondere bei Festivals und im Nachtleben der Hauptstadt Tallinn üblich. Informationen zu den <a href="/ratgeber/nachweiszeiten-drogen-thc-kokain-amphetamin/" title="Nachweiszeiten von Drogen">Nachweiszeiten verschiedener Substanzen</a> können für Reisende relevant sein.</p>
<h2>Strafen für Drogenbesitz und Drogenhandel</h2>
<p>Das estnische Strafgesetzbuch differenziert klar zwischen Eigenkonsum und Handelsdelikten:</p>
<h3>Strafen bei Besitz</h3>
<ul>
<li><strong>Geringe Mengen (Eigenkonsum):</strong> Geldbuße bis 1.200 Euro als Ordnungswidrigkeit</li>
<li><strong>Größere Mengen ohne Handelsabsicht:</strong> bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe</li>
</ul>
<h3>Strafen bei Handel und Herstellung</h3>
<ul>
<li><strong>Drogenhandel:</strong> 1 bis 10 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Handel in großem Umfang:</strong> 3 bis 15 Jahre</li>
<li><strong>Verursachung schwerer Gesundheitsschäden oder des Todes:</strong> 6 bis 20 Jahre</li>
</ul>
<p>Estland hat die Fentanyl-Krise der 2010er Jahre zum Anlass genommen, sowohl Strafverfolgung als auch Prävention zu intensivieren. Die Polizei arbeitet eng mit europäischen Behörden zusammen, um grenzüberschreitenden Drogenhandel über die Ostsee zu unterbinden.</p>
<h2>Medizinisches Cannabis in Estland</h2>
<p>Medizinisches Cannabis ist in Estland grundsätzlich <strong>nicht verfügbar</strong>. Es gibt kein spezifisches Programm zur Verschreibung von Cannabisblüten oder -extrakten. Einzelne cannabisbasierte Arzneimittel können theoretisch über Sondergenehmigungen importiert werden, doch dies geschieht in der Praxis äußerst selten. Im Vergleich zu <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/deutschland/" title="Drogenpolitik in Deutschland">Deutschland</a>, wo medizinisches Cannabis seit 2017 verschreibungsfähig ist, hinkt Estland deutlich hinterher.</p>
<h2>Aktuelle Entwicklungen der Drogenpolitik</h2>
<p>Estlands Drogenpolitik hat sich in den vergangenen Jahren erheblich weiterentwickelt. Die Fentanyl-Krise, die zwischen 2012 und 2017 hunderte Todesopfer forderte, hat das Land zu einem Vorreiter bei <strong>Harm-Reduction-Maßnahmen</strong> in Osteuropa gemacht. Nadeltauschprogramme, Naloxon-Verteilung und Substitutionstherapie wurden massiv ausgebaut.</p>
<p>Die Debatte über eine weitergehende Cannabisreform wird in der estnischen Gesellschaft zunehmend geführt. Umfragen zeigen eine wachsende Akzeptanz, insbesondere bei jüngeren Bevölkerungsgruppen. Politisch steht eine Legalisierung jedoch nicht auf der Agenda. Die Regierung konzentriert sich stattdessen auf Prävention und die Bekämpfung des organisierten Drogenhandels über die Ostsee. Im Vergleich zum Nachbarn <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/finnland/" title="Drogenpolitik in Finnland">Finnland</a> zeigt sich Estland insgesamt etwas pragmatischer.</p>
<p>Wer Unterstützung bei Suchtproblemen sucht, findet in unserer <a href="/suchtberatung/" title="Suchtberatung finden">Suchtberatungsübersicht</a> geeignete Anlaufstellen.</p>
<h2>Fazit: Wie streng ist die Drogenpolitik in Estland?</h2>
<p>Estland verfolgt eine <strong>moderat strenge Drogenpolitik</strong> mit pragmatischen Elementen. Cannabis und andere Drogen bleiben illegal, doch der Eigenkonsum geringer Mengen wird als Ordnungswidrigkeit behandelt. Drogenhandel wird mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft. Die Fentanyl-Krise hat das Land zu umfangreichen Schadensminderungsmaßnahmen bewogen, die international Anerkennung finden. Medizinisches Cannabis ist nicht verfügbar. Für Reisende gilt: Die estnischen Drogengesetze werden konsequent durchgesetzt, auch gegenüber Touristen. Ein <a href="/drogentest/" title="Drogentests kaufen">Drogentest</a> kann bei Verkehrskontrollen angeordnet werden.</p>
<h2>Quellen</h2>
<ul>
<li>Narkootiliste ja psühhotroopsete ainete ning nende lähteainete seadus (Estnisches Betäubungsmittelgesetz)</li>
<li>Karistusseadustik (Estnisches Strafgesetzbuch)</li>
<li>EMCDDA – European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction: Estonia Country Drug Report</li>
<li>Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland: Reise- und Sicherheitshinweise Estland</li>
</ul>
HTML
),
// LETTLAND
array('title'=>'Lettland','slug'=>'lettland','meta_desc'=>'Drogenpolitik in Lettland: Cannabis illegal, strenge Strafen bis 15 Jahre Haft bei Handel. Gesetze, Strafen & aktuelle Lage 2026.','content'=><<<'HTML'
<h2>Drogenpolitik in Lettland im Überblick</h2>
<p>Lettland, das mittlere der drei baltischen Staaten, verfolgt eine <strong>konsequent restriktive Drogenpolitik</strong>. Das EU- und NATO-Mitglied mit rund 1,8 Millionen Einwohnern und der Hauptstadt Riga hat eines der strengsten Drogengesetze im Baltikum. Die lettische Gesetzgebung basiert auf dem Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln, psychotropen Substanzen und Vorläuferstoffen sowie dem Strafgesetzbuch (Krimināllikums).</p>
<p>Lettland liegt strategisch an der Ostsee und grenzt an <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/russland/" title="Drogenpolitik in Russland">Russland</a> sowie die beiden Nachbarstaaten Estland und Litauen. Diese geographische Lage macht das Land zu einem potenziellen Transitkorridor für Drogenschmuggel zwischen Osteuropa und Skandinavien. Die lettische <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/" title="Drogenpolitik weltweit">Drogenpolitik</a> ist daher stark von sicherheitspolitischen Erwägungen geprägt.</p>
<h2>Welche Drogen sind in Lettland legal oder illegal?</h2>
<p>Sämtliche gängigen Rauschmittel sind in Lettland illegal. Das lettische Betäubungsmittelgesetz führt detaillierte Listen verbotener Substanzen:</p>
<ul>
<li><strong>Cannabis:</strong> vollständig illegal, keine Toleranzmengen</li>
<li><strong>Opiate (Heroin, Morphin, Fentanyl):</strong> streng verboten</li>
<li><strong>Stimulanzien (Kokain, Amphetamine, MDMA):</strong> verboten</li>
<li><strong>Neue Psychoaktive Substanzen:</strong> generisch erfasst und verboten</li>
</ul>
<p>Alkohol ist ab 18 Jahren legal. Lettland hat strenge Alkoholwerbeverbote eingeführt, um den in der Region traditionell hohen Alkoholkonsum einzudämmen. CBD-Produkte mit weniger als 0,2 Prozent THC befinden sich in einer rechtlichen Grauzone.</p>
<h2>Besitz und Konsum von Cannabis in Lettland</h2>
<p>Der Besitz von Cannabis ist in Lettland ohne Ausnahme strafbar. Im Unterschied zum Nachbarstaat Estland gibt es <strong>keine Entkriminalisierung</strong> des Eigenkonsums. Jeder Besitz wird als Straftat verfolgt:</p>
<ul>
<li><strong>Besitz geringer Mengen:</strong> Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahre</li>
<li><strong>Besitz größerer Mengen:</strong> bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Wiederholungstäter:</strong> verschärfte Sanktionen</li>
</ul>
<p>Die lettische Polizei kontrolliert aktiv, insbesondere in Riga und an den Grenzübergängen. Für Reisende aus <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/deutschland/" title="Drogenpolitik in Deutschland">Deutschland</a>, wo Cannabis seit 2024 teilweise legalisiert ist, gilt besondere Vorsicht: Die Mitnahme von Cannabis nach Lettland ist eine Straftat. Wer sich über <a href="/ratgeber/nachweiszeiten-drogen-thc-kokain-amphetamin/" title="Nachweiszeiten von Drogen">Nachweiszeiten von Drogen</a> informieren möchte, findet in unserem Ratgeber detaillierte Informationen.</p>
<h2>Strafen für Drogenbesitz und Drogenhandel</h2>
<p>Das lettische Strafgesetzbuch sieht empfindliche Strafen für Drogendelikte vor:</p>
<h3>Besitz</h3>
<ul>
<li><strong>Geringe Mengen:</strong> Geldstrafe oder bis zu 2 Jahre Haft</li>
<li><strong>Größere Mengen:</strong> bis zu 5 Jahre</li>
</ul>
<h3>Handel und Herstellung</h3>
<ul>
<li><strong>Drogenhandel:</strong> 2 bis 8 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Handel in großem Umfang oder als Teil einer Gruppe:</strong> 5 bis 15 Jahre</li>
<li><strong>Beteiligung Minderjähriger:</strong> strafverschärfend</li>
</ul>
<p>Die lettische Justiz zeigt sich bei Drogendelikten kompromisslos. Internationale Kooperationen mit Europol und den Nachbarstaaten haben zu zahlreichen erfolgreichen Ermittlungsverfahren geführt.</p>
<h2>Medizinisches Cannabis in Lettland</h2>
<p>Medizinisches Cannabis ist in Lettland <strong>nicht zugelassen</strong>. Es gibt weder ein Verschreibungsprogramm noch die Möglichkeit, cannabisbasierte Arzneimittel auf Rezept zu erhalten. Vereinzelte Diskussionen über die Einführung eines medizinischen Cannabisprogramms haben bisher keine legislative Mehrheit gefunden. Im Vergleich zu EU-Partnern wie <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/italien/" title="Drogenpolitik in Italien">Italien</a> oder <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/griechenland/" title="Drogenpolitik in Griechenland">Griechenland</a> fehlt Lettland jegliche Regulierung in diesem Bereich.</p>
<h2>Aktuelle Entwicklungen der Drogenpolitik</h2>
<p>Die lettische Drogenpolitik befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen dem restriktiven Erbe der Post-Sowjet-Ära und europäischen Reformtrends. Während die Gesetzgebung weiterhin streng ist, hat Lettland seine Investitionen in <strong>Prävention und Suchthilfe</strong> schrittweise erhöht. Substitutionsprogramme für Opiatabhängige sind verfügbar, wenn auch nicht flächendeckend.</p>
<p>Die Debatte über Cannabis-Reform wird in Lettland zurückhaltend geführt. Gesellschaftliche Umfragen zeigen eine langsam wachsende Akzeptanz, doch die politischen Parteien scheuen das Thema. Die Regierung setzt prioritär auf die Bekämpfung des organisierten Drogenhandels und die Kontrolle synthetischer Drogen, deren Verbreitung in den baltischen Staaten ein wachsendes Problem darstellt.</p>
<p>Hilfe bei Suchtproblemen bietet unsere Übersicht zur <a href="/suchtberatung/" title="Suchtberatung finden">Suchtberatung</a>.</p>
<h2>Fazit: Wie streng ist die Drogenpolitik in Lettland?</h2>
<p>Lettland gehört zu den <strong>restriktivsten EU-Mitgliedstaaten</strong> in der Drogenpolitik. Alle Drogen einschließlich Cannabis sind vollständig verboten, der Eigenkonsum wird strafrechtlich verfolgt, und medizinisches Cannabis ist nicht zugelassen. Drogenhandel kann mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden. Für Reisende aus Deutschland bedeutet dies: Absolute Vorsicht im Umgang mit sämtlichen Substanzen. Ein <a href="/drogentest/urintest/" title="Urintest auf Drogen">Drogentest</a> kann bei Verdacht angeordnet werden, und die Behörden machen bei Touristen keine Ausnahmen.</p>
<h2>Quellen</h2>
<ul>
<li>Likums par narkotisko un psihotropo vielu un zāļu likumīgo apriti (Lettisches Betäubungsmittelgesetz)</li>
<li>Krimināllikums (Lettisches Strafgesetzbuch)</li>
<li>EMCDDA – European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction: Latvia Country Drug Report</li>
<li>Auswärtiges Amt: Reise- und Sicherheitshinweise Lettland</li>
</ul>
HTML
),
// LITAUEN
array('title'=>'Litauen','slug'=>'litauen','meta_desc'=>'Drogenpolitik in Litauen: Cannabis verboten, bis 8 Jahre Haft bei Handel. Strenge Gesetze, Strafen & aktuelle Entwicklungen 2026.','content'=><<<'HTML'
<h2>Drogenpolitik in Litauen im Überblick</h2>
<p>Litauen, das südlichste und bevölkerungsreichste der baltischen Staaten, verfolgt eine <strong>streng prohibitive Drogenpolitik</strong>. Das EU- und NATO-Mitglied mit knapp 2,8 Millionen Einwohnern und der Hauptstadt Vilnius hat eines der restriktivsten Drogengesetze in der gesamten Europäischen Union. Die litauische Gesetzgebung basiert auf dem Gesetz über die Kontrolle von Betäubungsmitteln und psychotropen Substanzen sowie dem Strafgesetzbuch (Baudžiamasis kodeksas).</p>
<p>Litauen grenzt an <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/polen/" title="Drogenpolitik in Polen">Polen</a>, Belarus und <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/russland/" title="Drogenpolitik in Russland">Russland</a> (Kaliningrader Oblast). Diese Grenzlage stellt besondere Herausforderungen für die <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/" title="Drogenpolitik weltweit">Drogenpolitik</a> dar, da Schmuggelrouten aus Osteuropa das Land durchqueren.</p>
<h2>Welche Drogen sind in Litauen legal oder illegal?</h2>
<p>Das litauische Betäubungsmittelgesetz verbietet sämtliche gängigen Rauschmittel:</p>
<ul>
<li><strong>Cannabis:</strong> vollständig verboten, keine Toleranzmengen</li>
<li><strong>Opiate:</strong> streng verboten, auch synthetische Opioide</li>
<li><strong>Stimulanzien (Kokain, Amphetamine):</strong> verboten, Amphetamine sind weit verbreitet</li>
<li><strong>MDMA und andere Partydrogen:</strong> verboten</li>
<li><strong>NPS (Neue Psychoaktive Substanzen):</strong> generisch reguliert seit 2015</li>
</ul>
<p>Alkohol unterliegt in Litauen strengen Regulierungen: Das Mindestalter wurde 2018 von 18 auf 20 Jahre angehoben, und es gelten umfassende Werbeverbote. Diese Maßnahmen zeigen den politischen Willen, Suchtprobleme breit zu bekämpfen.</p>
<h2>Besitz und Konsum von Cannabis in Litauen</h2>
<p>Cannabis ist in Litauen <strong>ohne jede Einschränkung verboten</strong>. Es gibt keine Entkriminalisierung und keine Toleranzgrenzen. Jeder Besitz wird als Straftat verfolgt:</p>
<ul>
<li><strong>Besitz geringer Mengen:</strong> Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahre</li>
<li><strong>Größere Mengen:</strong> 2 bis 8 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Anbau:</strong> wird wie Herstellung behandelt, strenge Strafen</li>
</ul>
<p>Im Vergleich zu <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/deutschland/" title="Drogenpolitik in Deutschland">Deutschland</a> mit seiner Teillegalisierung von Cannabis ist die litauische Haltung diametral entgegengesetzt. Auch im Vergleich zu <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/tschechien/" title="Drogenpolitik in Tschechien">Tschechien</a>, das Cannabis entkriminalisiert hat, zeigt sich Litauen unnachgiebig. Die <a href="/ratgeber/nachweiszeiten-drogen-thc-kokain-amphetamin/" title="Nachweiszeiten von Drogen">Nachweiszeiten</a> von Cannabis sind besonders relevant, da bei Kontrollen Tests durchgeführt werden können.</p>
<h2>Strafen für Drogenbesitz und Drogenhandel</h2>
<p>Das litauische Strafgesetzbuch sieht harte Sanktionen für Drogendelikte vor:</p>
<h3>Besitz</h3>
<ul>
<li><strong>Geringe Mengen:</strong> Geldstrafe oder bis zu 2 Jahre Haft</li>
<li><strong>Größere Mengen:</strong> 2 bis 8 Jahre</li>
</ul>
<h3>Handel, Schmuggel und Herstellung</h3>
<ul>
<li><strong>Drogenhandel:</strong> 2 bis 8 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Großer Umfang oder organisiert:</strong> 5 bis 15 Jahre</li>
<li><strong>Schmuggel über EU-Außengrenzen:</strong> besonders hart bestraft</li>
</ul>
<p>Die litauische Justiz nutzt den vollen Strafrahmen. Insbesondere an den Grenzen zu Belarus und der russischen Exklave Kaliningrad werden intensive Kontrollen durchgeführt.</p>
<h2>Medizinisches Cannabis in Litauen</h2>
<p>Litauen hat medizinisches Cannabis im Jahr 2018 grundsätzlich <strong>legalisiert</strong>, jedoch mit sehr strengen Einschränkungen. Nur bestimmte cannabisbasierte Fertigarzneimittel können von Ärzten verschrieben werden, und die praktische Verfügbarkeit ist äußerst begrenzt. Cannabisblüten sind nicht verschreibungsfähig. Das Programm ist damit eines der restriktivsten in der EU. Im Vergleich zu <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/italien/" title="Drogenpolitik in Italien">Italien</a> oder <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/portugal/" title="Drogenpolitik in Portugal">Portugal</a> bleibt der Zugang für Patienten stark eingeschränkt.</p>
<h2>Aktuelle Entwicklungen der Drogenpolitik</h2>
<p>Litauens Drogenpolitik steht im Zeichen mehrerer Herausforderungen. Das Land kämpft mit einer vergleichsweise hohen Rate an <strong>Amphetamin-Konsum</strong>, der in den baltischen Staaten besonders verbreitet ist. Gleichzeitig wächst die Zahl der NPS-Konsumenten, insbesondere unter jungen Erwachsenen.</p>
<p>Die gesellschaftliche Debatte über Cannabis-Liberalisierung gewinnt langsam an Dynamik. Bürgerinitiativen fordern eine Entkriminalisierung des Eigenkonsums nach dem Vorbild <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/portugal/" title="Drogenpolitik in Portugal">Portugals</a>. Die konservative Parlamentsmehrheit lehnt solche Vorschläge jedoch ab. Die Regierung investiert stattdessen in Präventionsprogramme an Schulen und in den Ausbau der Suchthilfe.</p>
<p>Unsere Übersicht zur <a href="/suchtberatung/" title="Suchtberatung finden">Suchtberatung</a> hilft Betroffenen bei der Suche nach professioneller Hilfe.</p>
<h2>Fazit: Wie streng ist die Drogenpolitik in Litauen?</h2>
<p>Litauen gehört zu den <strong>strengsten EU-Mitgliedstaaten</strong> in Sachen Drogenpolitik. Alle Drogen sind illegal, Cannabis wird ohne Toleranzgrenzen verfolgt, und der Handel kann mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden. Das medizinische Cannabisprogramm existiert, ist aber in der Praxis kaum zugänglich. Für Reisende aus Deutschland gilt absolute Vorsicht: Die litauischen Behörden zeigen null Toleranz bei Drogendelikten. Ein <a href="/drogentest/" title="Drogentests kaufen">Drogentest</a> kann bei jeder Verkehrskontrolle verlangt werden, und die Mitnahme von Cannabis ist eine schwere Straftat.</p>
<h2>Quellen</h2>
<ul>
<li>Lietuvos Respublikos narkotinių ir psichotropinių medžiagų kontrolės įstatymas (Litauisches Betäubungsmittelkontrollgesetz)</li>
<li>Baudžiamasis kodeksas (Litauisches Strafgesetzbuch), Art. 259-269</li>
<li>EMCDDA – European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction: Lithuania Country Drug Report</li>
<li>Auswärtiges Amt: Reise- und Sicherheitshinweise Litauen</li>
</ul>
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