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<h2>Drogenpolitik in Kasachstan im Überblick</h2>
<p>Kasachstan ist mit einer Fläche von rund 2,7 Millionen Quadratkilometern das neuntgrößte Land der Welt und erstreckt sich über weite Teile Zentralasiens. Die Hauptstadt Astana, das wirtschaftliche Zentrum Almaty, rund 19 Millionen Einwohner und die Landeswährung Tenge prägen das postsowjetische Land. Kasachstan ist weder Mitglied der EU noch des Schengen-Raums, gehört jedoch der Eurasischen Wirtschaftsunion an.</p>
<p>Die kasachische <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/" title="Drogenpolitik weltweit">Drogenpolitik</a> ist geprägt von einer <strong>restriktiven Grundhaltung</strong>, die tief in der sowjetischen Tradition verwurzelt ist. Gleichzeitig steht das Land vor einer einzigartigen Herausforderung: Im legendären <strong>Tschui-Tal</strong> (Chuy Valley) an der Grenze zu Kirgisistan wächst auf geschätzt 140.000 Hektar wilder Cannabis in riesigen Mengen. Dieses natürliche Vorkommen macht die vollständige Unterdrückung von Cannabis praktisch unmöglich und beschäftigt die Sicherheitsbehörden seit Jahrzehnten.</p>
<p>Zudem liegt Kasachstan auf der sogenannten <strong>Nordroute</strong> des internationalen Drogenhandels, über die afghanisches Heroin durch Zentralasien nach <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/russland/" title="Drogenpolitik in Russland">Russland</a> und weiter nach Europa gelangt. Diese Transitfunktion hat die drogenpolitische Ausrichtung des Landes maßgeblich beeinflusst und zu erheblichen Investitionen in den Grenzschutz geführt.</p>

<h2>Welche Drogen sind in Kasachstan legal oder illegal?</h2>
<p>In Kasachstan sind <strong>sämtliche Rauschmittel</strong> illegal, die nicht ausdrücklich für medizinische oder wissenschaftliche Zwecke zugelassen sind. Die Klassifizierung erfolgt nach dem Gesetz über Betäubungsmittel, psychotrope Substanzen und deren Vorläufersubstanzen.</p>
<ul>
<li><strong>Cannabis (Marihuana, Haschisch):</strong> vollständig illegal, trotz massivem Wildwuchs im Tschui-Tal</li>
<li><strong>Heroin und andere Opiate:</strong> illegal, Schwerpunkt der Strafverfolgung aufgrund der Transitroute</li>
<li><strong>Kokain, Amphetamine, MDMA:</strong> illegal und streng verfolgt</li>
<li><strong>Synthetische Drogen und NPS:</strong> zunehmend reguliert, seit 2015 erweiterte Verbotslisten</li>
<li><strong>Ephedra-Pflanzen:</strong> wild wachsend und kontrolliert, da Ausgangsstoff für Methamphetamin</li>
</ul>
<p>Alkohol ist in Kasachstan legal und weit verbreitet. Trotz der überwiegend muslimischen Bevölkerung hat das Land eine durch die Sowjetzeit geprägte, vergleichsweise liberale Haltung gegenüber Alkohol. Tabakprodukte sind frei erhältlich. <strong>CBD-Produkte</strong> fallen unter die allgemeinen Cannabisverbote und sind nicht legal verfügbar.</p>

<h2>Besitz und Konsum von Cannabis in Kasachstan</h2>
<p>Cannabis ist in Kasachstan vollständig verboten. Das Strafgesetzbuch unterscheidet zwischen dem Besitz verschiedener Mengen und sieht gestaffelte Strafen vor. Die Behörden gehen insbesondere in den Anbauregionen aktiv gegen Besitz und Ernte vor.</p>
<ul>
<li><strong>Besitz geringer Mengen (bis 100 Gramm):</strong> Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren</li>
<li><strong>Besitz erheblicher Mengen:</strong> 3 bis 7 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Besitz in besonders großer Menge:</strong> 7 bis 12 Jahre Haft</li>
</ul>
<p>Eine Besonderheit Kasachstans ist die <strong>praktische Unmöglichkeit</strong>, den Wildwuchs von Cannabis vollständig zu kontrollieren. Jedes Jahr im Herbst führen die Behörden groß angelegte Vernichtungsaktionen im Tschui-Tal durch, bei denen Hunderte Hektar Cannabisfelder abgebrannt werden. Dennoch wächst die Pflanze im Folgejahr ungehindert nach. Für Reisende ist es wichtig zu wissen, dass trotz dieses Wildwuchses jeglicher Besitz strafrechtlich verfolgt wird.</p>
<p>Wer sich für die unterschiedlichen Nachweismethoden von Cannabis interessiert, findet bei einem <a href="/drogentest/urintest/" title="Urintest kaufen">Urintest</a> oder im Ratgeber zu <a href="/ratgeber/nachweiszeiten-drogen-thc-kokain-amphetamin/" title="Nachweiszeiten von Drogen">Nachweiszeiten</a> weiterführende Informationen.</p>

<h2>Strafen für Drogenbesitz und Drogenhandel</h2>
<p>Das kasachische Strafrecht sieht für Drogendelikte <strong>empfindliche Strafen</strong> vor, die je nach Substanz, Menge und Art des Vergehens erheblich variieren können.</p>
<h3>Strafen für Drogenbesitz</h3>
<ul>
<li><strong>Geringe Mengen (ohne Handelsabsicht):</strong> Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren</li>
<li><strong>Erhebliche Mengen:</strong> 3 bis 7 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Besonders große Mengen:</strong> 7 bis 12 Jahre Haft</li>
</ul>
<h3>Strafen für Drogenhandel</h3>
<ul>
<li><strong>Handel und Vertrieb:</strong> 5 bis 15 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Handel in organisierten Gruppen:</strong> 10 bis 17 Jahre Haft</li>
<li><strong>Grenzüberschreitender Schmuggel:</strong> 10 bis 20 Jahre Freiheitsstrafe</li>
</ul>
<p>Ausländische Staatsangehörige werden bei Drogendelikten <strong>nicht milder</strong> behandelt als Einheimische. Diplomatischer Beistand kann die Situation erleichtern, schützt aber nicht vor Strafverfolgung. Die kasachischen Haftbedingungen entsprechen nicht westeuropäischen Standards und gelten als besonders hart.</p>
<p>Eine Besonderheit des kasachischen Rechts ist die Möglichkeit der <strong>Zwangsbehandlung</strong> für drogenabhängige Straftäter. Gerichte können anordnen, dass Verurteilte eine verpflichtende Rehabilitationsmaßnahme durchlaufen, was in der Praxis jedoch häufig einer zusätzlichen Strafe gleichkommt.</p>

<h2>Medizinisches Cannabis in Kasachstan</h2>
<p>Medizinisches Cannabis ist in Kasachstan <strong>nicht legal</strong>. Es gibt kein Programm und keine gesetzliche Grundlage für die Verschreibung oder Abgabe von Cannabis zu medizinischen Zwecken. Auch CBD-Produkte sind nicht zugelassen. Im Gegensatz zu einigen westeuropäischen Staaten wie <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/deutschland/" title="Drogenpolitik in Deutschland">Deutschland</a> hat Kasachstan bislang keine Debatte über medizinisches Cannabis geführt.</p>
<p>Obwohl Cannabis in Kasachstan in enormen Mengen wild wächst und das Land theoretisch ideale Voraussetzungen für den legalen Anbau hätte, bleibt die politische Klasse strikt ablehnend. Die Regierung betont regelmäßig, dass eine Liberalisierung der Cannabispolitik nicht auf der Agenda stehe. Internationale Experten haben wiederholt vorgeschlagen, den kontrollierten Anbau von medizinischem Cannabis als wirtschaftliche Alternative zu fördern, doch diese Vorschläge wurden bisher nicht aufgegriffen.</p>

<h2>Aktuelle Entwicklungen der Drogenpolitik</h2>
<p>In den letzten Jahren hat Kasachstan einige <strong>bemerkenswerte Schritte</strong> in der Drogenpolitik unternommen, ohne jedoch die grundsätzlich restriktive Linie zu verlassen. Die wichtigsten Entwicklungen umfassen:</p>
<ul>
<li><strong>Verstärkte Grenzsicherung:</strong> Kasachstan hat die Zusammenarbeit mit der UNODC und internationalen Partnern bei der Bekämpfung des Drogenhandels intensiviert. Die südliche Grenze zu <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/usbekistan/" title="Drogenpolitik in Usbekistan">Usbekistan</a> und die Verbindungen nach Afghanistan stehen im Fokus.</li>
<li><strong>Modernisierung des Strafrechts:</strong> Seit 2014 unterscheidet das Strafgesetzbuch klarer zwischen Besitz und Handel und hat die Strafrahmen für geringfügigen Besitz leicht gesenkt.</li>
<li><strong>Prävention und Aufklärung:</strong> Staatliche Kampagnen richten sich insbesondere an Jugendliche und zielen darauf ab, den Einstieg in den Drogenkonsum zu verhindern.</li>
<li><strong>Substitutionstherapie:</strong> Kasachstan hat ab 2008 Pilotprojekte zur Methadon-Substitution eingeführt, diese jedoch unter dem Einfluss <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/russland/" title="Drogenpolitik in Russland">Russlands</a> teilweise wieder eingeschränkt.</li>
</ul>
<p>Die Drogenproblematik bleibt in Kasachstan eng mit der geopolitischen Lage verknüpft. Die Stabilität in Afghanistan beeinflusst direkt den Drogenfluss durch Zentralasien. Auch synthetische Drogen gewinnen zunehmend an Bedeutung, was die Behörden vor neue Herausforderungen stellt.</p>

<h2>Fazit: Wie streng ist die Drogenpolitik in Kasachstan?</h2>
<p>Kasachstans Drogenpolitik ist <strong>eindeutig restriktiv</strong> und lässt wenig Spielraum für individuelle Freiheiten beim Drogenkonsum. Trotz des einzigartigen Phänomens wildwachsender Cannabisfelder im Tschui-Tal verfolgt das Land eine strikte Verbotslinie mit erheblichen Freiheitsstrafen. Das Fehlen jeglicher Programme für medizinisches Cannabis und die enge sicherheitspolitische Verknüpfung mit der Bekämpfung des Drogenhandels unterstreichen diese Haltung.</p>
<p>Im Vergleich zu den Nachbarländern <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/kirgisistan/" title="Drogenpolitik in Kirgisistan">Kirgisistan</a> und Usbekistan bewegt sich Kasachstan auf einem ähnlichen Niveau der Restriktivität. Reisende sollten sich bewusst sein, dass auch geringe Mengen Cannabis zu mehrjährigen Haftstrafen führen können. Wer sich allgemein über verschiedene <a href="/drogentest/" title="Drogentests kaufen">Drogentests</a> informieren möchte oder Hilfe bei Suchtproblemen sucht, findet bei der <a href="/suchtberatung/" title="Suchtberatung finden">Suchtberatung</a> professionelle Unterstützung.</p>

<h2>Quellen</h2>
<ul>
<li>Strafgesetzbuch der Republik Kasachstan (Artikel 296–302)</li>
<li>UNODC – World Drug Report (jährliche Berichte zu Zentralasien)</li>
<li>EMCDDA – Drogenberichte Zentralasien</li>
<li>Auswärtiges Amt – Reise- und Sicherheitshinweise Kasachstan</li>
<li>International Narcotics Control Board (INCB) – Jahresberichte</li>
</ul>
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  array('title'=>'Tadschikistan','slug'=>'tadschikistan','meta_desc'=>'Drogenpolitik in Tadschikistan: strenge Gesetze, Transitland für Heroin aus Afghanistan. Infos zu Strafen, Cannabis-Regelungen und aktuellen Entwicklungen.','content'=><<<'HTML'
<h2>Drogenpolitik in Tadschikistan im Überblick</h2>
<p>Tadschikistan ist ein Binnenstaat in Zentralasien mit rund 10 Millionen Einwohnern, der Hauptstadt Duschanbe und der Landeswährung Somoni. Das gebirgige Land, dessen Fläche zu über 90 Prozent aus Bergland besteht, grenzt direkt an Afghanistan und nimmt damit eine <strong>Schlüsselposition</strong> im internationalen Drogenhandel ein. Tadschikistan ist weder Mitglied der EU noch des Schengen-Raums und zählt zu den ärmsten Staaten der ehemaligen Sowjetunion.</p>
<p>Die <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/" title="Drogenpolitik weltweit">Drogenpolitik</a> Tadschikistans wird maßgeblich von der über 1.300 Kilometer langen Grenze zu <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/afghanistan/" title="Drogenpolitik in Afghanistan">Afghanistan</a> bestimmt. Über diese schwer kontrollierbare Gebirgsgrenze gelangen jährlich Dutzende Tonnen Heroin und Opium nach Tadschikistan und werden von dort weiter nach Norden transportiert. Das Land ist damit eines der <strong>wichtigsten Transitländer</strong> auf der sogenannten Nordroute des afghanischen Heroins nach Europa.</p>
<p>Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat Tadschikistan 1999 die <strong>Drug Control Agency (DCA)</strong> gegründet, eine eigenständige Behörde, die in enger Partnerschaft mit dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) arbeitet. Die DCA ist eine der am besten ausgestatteten Institutionen des Landes und genießt erhebliche internationale Unterstützung.</p>

<h2>Welche Drogen sind in Tadschikistan legal oder illegal?</h2>
<p>In Tadschikistan sind <strong>alle Rauschmittel</strong> ohne ausdrückliche medizinische Genehmigung illegal. Das Gesetz über Betäubungsmittel und psychotrope Substanzen bildet die rechtliche Grundlage und wird durch entsprechende Artikel des Strafgesetzbuches ergänzt.</p>
<ul>
<li><strong>Cannabis (Marihuana, Haschisch):</strong> vollständig illegal, wächst in einigen Bergregionen wild</li>
<li><strong>Heroin und Opium:</strong> illegal, Hauptfokus der Strafverfolgung aufgrund der Transitproblematik</li>
<li><strong>Kokain und Stimulanzien:</strong> illegal, in der Region weniger verbreitet als Opiate</li>
<li><strong>Synthetische Drogen:</strong> zunehmend reguliert, Verbotslisten werden regelmäßig erweitert</li>
<li><strong>Vorläuferchemikalien:</strong> streng kontrolliert, insbesondere Essigsäureanhydrid für die Heroinproduktion</li>
</ul>
<p>Alkohol ist in Tadschikistan trotz der überwiegend muslimischen Bevölkerung legal erhältlich, der Konsum ist jedoch gesellschaftlich weniger akzeptiert als in <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/kasachstan/" title="Drogenpolitik in Kasachstan">Kasachstan</a>. <strong>CBD-Produkte</strong> fallen unter die allgemeinen Cannabisverbote und sind nicht zugelassen.</p>

<h2>Besitz und Konsum von Cannabis in Tadschikistan</h2>
<p>Cannabis ist in Tadschikistan <strong>vollständig verboten</strong>, und die Strafen für den Besitz sind hart. Das Strafgesetzbuch differenziert nach der Menge, doch bereits geringe Mengen können zu mehrjährigen Freiheitsstrafen führen.</p>
<ul>
<li><strong>Besitz geringer Mengen:</strong> Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren</li>
<li><strong>Besitz erheblicher Mengen:</strong> 5 bis 8 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Besitz besonders großer Mengen:</strong> 8 bis 15 Jahre Haft</li>
</ul>
<p>In einigen abgelegenen Bergregionen Tadschikistans wächst Cannabis wild, ähnlich wie im Tschui-Tal des Nachbarlandes Kasachstan. Die Behörden führen regelmäßig Vernichtungsaktionen durch, doch die geographischen Gegebenheiten machen eine vollständige Kontrolle unmöglich. Für Reisende gilt dennoch: Jeglicher Besitz wird konsequent strafrechtlich verfolgt.</p>
<p>Informationen über die Nachweisbarkeit von THC und anderen Substanzen im Körper finden sich im Ratgeber zu <a href="/ratgeber/nachweiszeiten-drogen-thc-kokain-amphetamin/" title="Nachweiszeiten von Drogen">Nachweiszeiten von Drogen</a>.</p>

<h2>Strafen für Drogenbesitz und Drogenhandel</h2>
<p>Das tadschikische Strafrecht sieht für Drogendelikte <strong>besonders strenge Strafen</strong> vor, die im regionalen Vergleich zu den härtesten in Zentralasien gehören.</p>
<h3>Strafen für Drogenbesitz</h3>
<ul>
<li><strong>Geringe Mengen:</strong> Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren</li>
<li><strong>Erhebliche Mengen:</strong> 5 bis 8 Jahre Haft</li>
<li><strong>Besonders große Mengen:</strong> 8 bis 15 Jahre Freiheitsstrafe</li>
</ul>
<h3>Strafen für Drogenhandel</h3>
<ul>
<li><strong>Verkauf und Vertrieb:</strong> 5 bis 12 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Handel in organisierten Gruppen:</strong> 12 bis 20 Jahre Haft</li>
<li><strong>Grenzüberschreitender Schmuggel:</strong> 15 bis 20 Jahre Freiheitsstrafe, in schweren Fällen lebenslang</li>
</ul>
<p>Die Todesstrafe für Drogendelikte wurde in Tadschikistan im Rahmen eines 2004 eingeführten Moratoriums ausgesetzt, ist jedoch formal nicht abgeschafft. Ausländische Staatsangehörige erhalten keine Sonderbehandlung und müssen mit den gleichen Strafrahmen rechnen. Die <strong>Haftbedingungen</strong> in tadschikischen Gefängnissen gelten als äußerst schwierig und entsprechen nicht internationalen Standards.</p>
<p>Besonders hart werden Fälle geahndet, in denen Minderjährige beteiligt sind oder Drogen in der Nähe von Bildungseinrichtungen verkauft werden. Hier können die Strafen nochmals deutlich erhöht werden.</p>

<h2>Medizinisches Cannabis in Tadschikistan</h2>
<p>Medizinisches Cannabis ist in Tadschikistan <strong>nicht legal</strong>. Es existiert kein Programm für die medizinische Nutzung von Cannabis, und es gibt keine politische Debatte über eine mögliche Einführung. Die Regierung betrachtet Cannabis ausschließlich als illegale Droge ohne anerkannten medizinischen Nutzen.</p>
<p>Im Unterschied zu westeuropäischen Ländern wie <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/deutschland/" title="Drogenpolitik in Deutschland">Deutschland</a>, die medizinisches Cannabis legalisiert haben, sieht Tadschikistan keinen Anlass für eine Differenzierung zwischen medizinischer und nicht-medizinischer Nutzung. Auch CBD-Produkte und andere Cannabisderivate sind vollständig verboten.</p>

<h2>Aktuelle Entwicklungen der Drogenpolitik</h2>
<p>Die drogenpolitische Landschaft Tadschikistans wird von mehreren aktuellen Entwicklungen geprägt:</p>
<ul>
<li><strong>Auswirkungen des Taliban-Mohnverbots:</strong> Das 2022 von den Taliban in Afghanistan erlassene Verbot des Mohnanbaus hat den Opiumfluss durch Tadschikistan vorübergehend verringert, die langfristigen Folgen sind jedoch unklar.</li>
<li><strong>Zunahme synthetischer Drogen:</strong> Methamphetamin aus Afghanistan verdrängt zunehmend Heroin als Transitgut, was die Sicherheitsbehörden vor neue Herausforderungen stellt.</li>
<li><strong>UNODC-Kooperation:</strong> Die Zusammenarbeit mit dem UNODC bleibt ein Eckpfeiler der tadschikischen Drogenpolitik. Grenzüberwachungsprogramme und Schulungen für Sicherheitskräfte werden kontinuierlich ausgebaut.</li>
<li><strong>Suchtproblematik:</strong> Tadschikistan kämpft mit einer wachsenden Zahl von Drogenabhängigen, insbesondere Heroinabhängigen. Die Substitutionstherapie mit Methadon wird in begrenztem Umfang angeboten.</li>
<li><strong>Grenzmodernisierung:</strong> Mit internationaler Unterstützung werden Grenzübergänge zu <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/afghanistan/" title="Drogenpolitik in Afghanistan">Afghanistan</a> technisch aufgerüstet.</li>
</ul>

<h2>Fazit: Wie streng ist die Drogenpolitik in Tadschikistan?</h2>
<p>Tadschikistans Drogenpolitik gehört zu den <strong>strengsten in Zentralasien</strong> und ist untrennbar mit der Rolle des Landes als Haupttransitland für afghanisches Heroin verbunden. Die Strafrahmen sind hoch, medizinisches Cannabis existiert nicht, und eine Liberalisierung ist nicht absehbar. Die geographische Lage an der Grenze zu Afghanistan zwingt das Land zu einer sicherheitspolitisch geprägten Drogenpolitik, die wenig Raum für differenzierte Ansätze lässt.</p>
<p>Im Vergleich zu den Nachbarländern <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/usbekistan/" title="Drogenpolitik in Usbekistan">Usbekistan</a> und <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/kasachstan/" title="Drogenpolitik in Kasachstan">Kasachstan</a> ist Tadschikistan ähnlich restriktiv, steht aber vor deutlich größeren Herausforderungen bei der praktischen Durchsetzung. Wer verschiedene <a href="/drogentest/" title="Drogentests kaufen">Drogentests</a> kennenlernen möchte oder professionelle Hilfe bei Suchtproblemen sucht, findet bei der <a href="/suchtberatung/" title="Suchtberatung finden">Suchtberatung</a> qualifizierte Anlaufstellen.</p>

<h2>Quellen</h2>
<ul>
<li>Strafgesetzbuch der Republik Tadschikistan (Kapitel Drogendelikte)</li>
<li>UNODC – Drug Situation in Central Asia and Transcaucasia</li>
<li>Drug Control Agency (DCA) Tadschikistan – Jahresberichte</li>
<li>Auswärtiges Amt – Reise- und Sicherheitshinweise Tadschikistan</li>
<li>International Narcotics Control Board (INCB) – Jahresberichte</li>
</ul>
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  array('title'=>'Usbekistan','slug'=>'usbekistan','meta_desc'=>'Drogenpolitik in Usbekistan: sehr strenge Drogengesetze, hohe Strafen für Besitz und Handel. Alle Infos zu Cannabis, Reformen und aktuellen Entwicklungen.','content'=><<<'HTML'
<h2>Drogenpolitik in Usbekistan im Überblick</h2>
<p>Usbekistan ist mit rund 35 Millionen Einwohnern das <strong>bevölkerungsreichste Land Zentralasiens</strong>. Die Hauptstadt Taschkent, die Landeswährung Sum und eine jahrtausendealte Kulturgeschichte entlang der Seidenstraße prägen diesen Binnenstaat. Usbekistan ist weder Mitglied der EU noch des Schengen-Raums und verfügt über eine strategisch bedeutsame Lage im Herzen Zentralasiens.</p>
<p>Die <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/" title="Drogenpolitik weltweit">Drogenpolitik</a> Usbekistans ist traditionell <strong>äußerst restriktiv</strong> und zählt zu den strengsten in der gesamten Region. Unter der langjährigen Herrschaft von Präsident Islam Karimov (1991–2016) wurde eine Null-Toleranz-Politik verfolgt, die kaum Unterschiede zwischen Konsumenten und Händlern machte. Seit dem Amtsantritt von Präsident Shavkat Mirziyoyev im Jahr 2016 hat sich das Land auf vielen Gebieten modernisiert, doch in der Drogenpolitik bleiben die Grundpfeiler weitgehend unverändert.</p>
<p>Usbekistan grenzt an <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/afghanistan/" title="Drogenpolitik in Afghanistan">Afghanistan</a> und liegt auf mehreren Transitrouten für den internationalen Drogenhandel. Obwohl die gemeinsame Grenze relativ kurz ist, gelangen afghanische Opiate und zunehmend auch Methamphetamin über die Nachbarländer <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/tadschikistan/" title="Drogenpolitik in Tadschikistan">Tadschikistan</a> und Turkmenistan nach Usbekistan.</p>

<h2>Welche Drogen sind in Usbekistan legal oder illegal?</h2>
<p>Usbekistan verbietet <strong>sämtliche Rauschmittel</strong>, die nicht ausdrücklich für medizinische Zwecke zugelassen sind. Die rechtliche Grundlage bildet das Gesetz über Betäubungsmittel und psychotrope Substanzen sowie die entsprechenden Artikel des Strafgesetzbuches.</p>
<ul>
<li><strong>Cannabis (Marihuana, Haschisch):</strong> vollständig illegal, gehört zur Liste der kontrollierten Substanzen</li>
<li><strong>Heroin und Opium:</strong> illegal, Schwerpunkt der nationalen Drogenbekämpfung</li>
<li><strong>Kokain und Stimulanzien:</strong> illegal, in der Region weniger verbreitet</li>
<li><strong>Synthetische Drogen und NPS:</strong> illegal, zunehmend im Fokus der Behörden</li>
<li><strong>Mohnanbau und Cannabisanbau:</strong> streng verboten und aktiv verfolgt</li>
</ul>
<p>Alkohol ist in Usbekistan legal, wird jedoch in den letzten Jahren stärker reguliert. Der Verkauf ist zeitlich eingeschränkt und an bestimmte Verkaufsstellen gebunden. Usbekistan produziert eigenen Wein, und lokale Biermarken sind weit verbreitet. <strong>CBD-Produkte</strong> sind nicht zugelassen und fallen unter die allgemeinen Cannabisverbote.</p>

<h2>Besitz und Konsum von Cannabis in Usbekistan</h2>
<p>Cannabis ist in Usbekistan <strong>strikt verboten</strong>, und die Strafen für den Besitz sind im internationalen Vergleich außergewöhnlich hoch. Das Strafgesetzbuch macht keinerlei Ausnahmen für den persönlichen Gebrauch.</p>
<ul>
<li><strong>Besitz geringer Mengen:</strong> Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren</li>
<li><strong>Besitz erheblicher Mengen:</strong> 3 bis 7 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Besitz besonders großer Mengen:</strong> 7 bis 10 Jahre Haft</li>
</ul>
<p>In der Praxis berichten Menschenrechtsorganisationen davon, dass die Behörden unter der früheren Regierung Drogenbesitz gelegentlich als <strong>Vorwand</strong> nutzten, um politische Gegner oder unliebsame Personen zu inhaftieren. Unter Präsident Mirziyoyev hat sich die Lage diesbezüglich verbessert, die grundsätzliche Strenge der Drogengesetze bleibt jedoch bestehen.</p>
<p>Für Reisende ist besondere Vorsicht geboten: Schon der Verdacht des Drogenbesitzes kann zu Festnahme und langwieriger Untersuchungshaft führen. Informationen zu den verschiedenen Nachweisverfahren bietet der Ratgeber zu <a href="/ratgeber/nachweiszeiten-drogen-thc-kokain-amphetamin/" title="Nachweiszeiten von Drogen">Nachweiszeiten von Drogen</a>.</p>

<h2>Strafen für Drogenbesitz und Drogenhandel</h2>
<p>Die usbekischen Drogengesetze sehen <strong>sehr hohe Strafrahmen</strong> vor, die den repressiven Charakter der nationalen Drogenpolitik widerspiegeln.</p>
<h3>Strafen für Drogenbesitz</h3>
<ul>
<li><strong>Geringe Mengen:</strong> Geldstrafe oder bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Erhebliche Mengen:</strong> 3 bis 7 Jahre Haft</li>
<li><strong>Besonders große Mengen:</strong> 7 bis 10 Jahre Freiheitsstrafe</li>
</ul>
<h3>Strafen für Drogenhandel</h3>
<ul>
<li><strong>Verkauf und Vertrieb:</strong> 5 bis 10 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Handel in organisierten Gruppen:</strong> 10 bis 15 Jahre Haft</li>
<li><strong>Grenzüberschreitender Schmuggel:</strong> 15 bis 20 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Besonders schwere Fälle:</strong> bis zu 20 Jahre Haft mit Vermögenseinzug</li>
</ul>
<p>Usbekistan hat die <strong>Todesstrafe</strong> im Jahr 2008 offiziell abgeschafft. Zuvor konnte sie für besonders schwere Drogendelikte verhängt werden. Ausländische Staatsangehörige unterliegen denselben Strafrahmen wie usbekische Staatsbürger. Die Haftbedingungen gelten als hart und sind wiederholt von internationalen Menschenrechtsorganisationen kritisiert worden.</p>

<h2>Medizinisches Cannabis in Usbekistan</h2>
<p>Medizinisches Cannabis ist in Usbekistan <strong>nicht legal</strong>. Weder existiert ein gesetzlicher Rahmen für die medizinische Nutzung noch eine entsprechende politische Debatte. Die Regierung betrachtet Cannabis als Droge ohne anerkannten medizinischen Wert, und eine Änderung dieser Haltung zeichnet sich nicht ab.</p>
<p>Im Gegensatz zu Ländern wie <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/deutschland/" title="Drogenpolitik in Deutschland">Deutschland</a>, die medizinisches Cannabis schrittweise legalisiert haben, bleibt Usbekistan bei einer vollständigen Ablehnung jeglicher Cannabisnutzung. Auch Forschungsprojekte zu medizinischem Cannabis sind nicht bekannt.</p>

<h2>Aktuelle Entwicklungen der Drogenpolitik</h2>
<p>Seit dem Amtsantritt von Präsident Mirziyoyev hat Usbekistan auf vielen Gebieten <strong>umfassende Reformen</strong> eingeleitet. Auch die Drogenpolitik wurde in einigen Bereichen angepasst:</p>
<ul>
<li><strong>Rechtsreformen:</strong> Das Strafgesetzbuch wurde 2017 und 2021 überarbeitet, um die Verhältnismäßigkeit der Strafen zu verbessern. Für geringe Mengen wurden die Mindeststrafen teilweise gesenkt.</li>
<li><strong>Prävention und Rehabilitation:</strong> Die Regierung hat die Investitionen in Präventionsprogramme und Rehabilitationseinrichtungen erhöht. Neue Zentren zur Behandlung von Drogenabhängigkeit wurden eröffnet.</li>
<li><strong>Internationale Kooperation:</strong> Usbekistan arbeitet eng mit der UNODC und den zentralasiatischen Nachbarstaaten bei der Bekämpfung des grenzüberschreitenden Drogenhandels zusammen.</li>
<li><strong>Kampf gegen Online-Drogenhandel:</strong> Die Behörden haben ihre Kapazitäten zur Bekämpfung des digitalen Drogenhandels über das Internet und verschlüsselte Messenger-Dienste ausgebaut.</li>
<li><strong>Jugendschutz:</strong> Neue Programme richten sich gezielt an Jugendliche in städtischen Gebieten, wo der Konsum synthetischer Drogen zugenommen hat.</li>
</ul>
<p>Trotz dieser Reformen bleibt die grundsätzliche Ausrichtung der usbekischen Drogenpolitik <strong>repressiv</strong>. Eine Debatte über die Legalisierung von Cannabis oder die Einführung medizinischer Cannabisprogramme findet nicht statt.</p>

<h2>Fazit: Wie streng ist die Drogenpolitik in Usbekistan?</h2>
<p>Usbekistans Drogenpolitik ist <strong>sehr streng</strong> und lässt kaum Spielraum. Trotz der allgemeinen Reformbemühungen unter Präsident Mirziyoyev bleiben die Drogengesetze restriktiv und die Strafen hoch. Medizinisches Cannabis ist nicht verfügbar, und eine Liberalisierung ist nicht in Sicht. Die Lage als Transitland für afghanische Drogen verstärkt die sicherheitspolitische Ausrichtung der Drogenpolitik zusätzlich.</p>
<p>Im Vergleich zu den Nachbarstaaten <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/kasachstan/" title="Drogenpolitik in Kasachstan">Kasachstan</a> und <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/tadschikistan/" title="Drogenpolitik in Tadschikistan">Tadschikistan</a> liegt Usbekistan auf einem ähnlich strengen Niveau, hat aber durch die jüngsten Reformen zumindest in der Strafzumessung bei geringen Mengen leichte Fortschritte gemacht. Reisende sollten die strengen Gesetze unbedingt beachten. Wer sich über <a href="/drogentest/" title="Drogentests kaufen">Drogentests</a> oder Hilfsmöglichkeiten informieren möchte, findet bei der <a href="/suchtberatung/" title="Suchtberatung finden">Suchtberatung</a> kompetente Ansprechpartner.</p>

<h2>Quellen</h2>
<ul>
<li>Strafgesetzbuch der Republik Usbekistan (Artikel zu Drogendelikten)</li>
<li>UNODC – Regional Programme for Central Asia</li>
<li>Human Rights Watch – Berichte zu Usbekistan</li>
<li>Auswärtiges Amt – Reise- und Sicherheitshinweise Usbekistan</li>
<li>International Narcotics Control Board (INCB) – Jahresberichte</li>
</ul>
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<h2>Drogenpolitik in Kirgisistan im Überblick</h2>
<p>Kirgisistan ist ein gebirgiger Binnenstaat in Zentralasien mit rund 7 Millionen Einwohnern, der Hauptstadt Bischkek und der Landeswährung Som. Das Land, dessen Fläche zu über 90 Prozent über 1.500 Meter Höhe liegt, ist weder Mitglied der EU noch des Schengen-Raums. Kirgisistan gilt als die <strong>demokratischste Republik Zentralasiens</strong>, was sich auch in einer vergleichsweise offeneren gesellschaftlichen Debatte über verschiedene Politikfelder widerspiegelt.</p>
<p>Die <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/" title="Drogenpolitik weltweit">Drogenpolitik</a> Kirgisistans ist dennoch <strong>klar restriktiv</strong> ausgerichtet. Das Strafgesetzbuch bildet die zentrale rechtliche Grundlage für die Verfolgung von Drogendelikten. Ähnlich wie im benachbarten <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/kasachstan/" title="Drogenpolitik in Kasachstan">Kasachstan</a> wächst auch in kirgisischen Bergregionen <strong>wilder Cannabis</strong> in erheblichen Mengen, was die Durchsetzung der Verbotspolitik vor besondere Herausforderungen stellt.</p>
<p>Kirgisistan liegt zudem auf einer der Transitrouten für afghanische Drogen. Obwohl das Land nicht direkt an Afghanistan grenzt, gelangen Opiate und zunehmend auch Methamphetamin über <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/tadschikistan/" title="Drogenpolitik in Tadschikistan">Tadschikistan</a> nach Kirgisistan und werden von dort weiter nach Kasachstan und Russland transportiert.</p>

<h2>Welche Drogen sind in Kirgisistan legal oder illegal?</h2>
<p>In Kirgisistan sind <strong>alle Rauschmittel</strong> ohne medizinische Zulassung illegal. Die Klassifizierung erfolgt nach dem Gesetz über Betäubungsmittel und den entsprechenden Verordnungen des Gesundheitsministeriums.</p>
<ul>
<li><strong>Cannabis (Marihuana, Haschisch):</strong> vollständig illegal, trotz massivem Wildwuchs in Bergregionen</li>
<li><strong>Heroin und Opium:</strong> illegal, im Zusammenhang mit der Transitproblematik ein Schwerpunkt der Strafverfolgung</li>
<li><strong>Kokain, Amphetamine, MDMA:</strong> illegal, in der Region weniger verbreitet</li>
<li><strong>Synthetische Drogen und NPS:</strong> zunehmend reguliert und verfolgt</li>
<li><strong>Ephedra und andere Vorläufersubstanzen:</strong> kontrolliert, da in der Region wild wachsend</li>
</ul>
<p>Alkohol ist in Kirgisistan legal und vergleichsweise weit verbreitet. Das Land hat eine durch die sowjetische Vergangenheit geprägte Trinkkultur, und Wodka sowie lokal gebrautes Bier sind allgegenwärtig. Tabakprodukte sind frei erhältlich. <strong>CBD-Produkte</strong> sind nicht gesondert reguliert und fallen unter das allgemeine Cannabisverbot.</p>

<h2>Besitz und Konsum von Cannabis in Kirgisistan</h2>
<p>Cannabis ist in Kirgisistan <strong>vollständig verboten</strong>. Das Strafgesetzbuch sieht für den Besitz gestaffelte Strafen vor, die sich nach der Menge richten. Eine Eigenbedarfsregelung oder die Möglichkeit der Verfahrenseinstellung bei geringen Mengen existiert nicht.</p>
<ul>
<li><strong>Besitz geringer Mengen:</strong> Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren</li>
<li><strong>Besitz erheblicher Mengen:</strong> 3 bis 7 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Besitz besonders großer Mengen:</strong> 7 bis 10 Jahre Haft</li>
</ul>
<p>Die Besonderheit Kirgisistans liegt im <strong>natürlichen Cannabisvorkommen</strong>. In den Bergen des Tien-Schan-Gebirges und in den Tälern des Nordens wächst Cannabis wild und unkontrolliert. Trotzdem wird jeglicher Besitz strafrechtlich verfolgt. Die Behörden führen saisonale Vernichtungsaktionen durch, bei denen Felder abgebrannt werden, doch das natürliche Nachwachsen lässt sich nicht unterbinden.</p>
<p>Wer sich für die verschiedenen Testverfahren interessiert, findet beim <a href="/drogentest/urintest/" title="Urintest kaufen">Urintest</a> oder im Ratgeber zu <a href="/ratgeber/nachweiszeiten-drogen-thc-kokain-amphetamin/" title="Nachweiszeiten von Drogen">Nachweiszeiten</a> weiterführende Informationen.</p>

<h2>Strafen für Drogenbesitz und Drogenhandel</h2>
<p>Das kirgisische Strafrecht unterscheidet klar zwischen Besitz und Handel und sieht für Drogendelikte <strong>erhebliche Strafen</strong> vor.</p>
<h3>Strafen für Drogenbesitz</h3>
<ul>
<li><strong>Geringe Mengen:</strong> Geldstrafe oder bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Erhebliche Mengen:</strong> 3 bis 7 Jahre Haft</li>
<li><strong>Besonders große Mengen:</strong> 7 bis 10 Jahre Freiheitsstrafe</li>
</ul>
<h3>Strafen für Drogenhandel</h3>
<ul>
<li><strong>Verkauf und Vertrieb:</strong> 5 bis 10 Jahre Freiheitsstrafe</li>
<li><strong>Handel in organisierten Gruppen:</strong> 8 bis 15 Jahre Haft</li>
<li><strong>Grenzüberschreitender Schmuggel:</strong> 10 bis 15 Jahre Freiheitsstrafe</li>
</ul>
<p>Ausländische Staatsangehörige werden bei Drogendelikten <strong>nicht bevorzugt behandelt</strong> und müssen mit denselben Strafen rechnen wie kirgisische Staatsbürger. Die Haftbedingungen in kirgisischen Gefängnissen sind schwierig und entsprechen nicht westeuropäischen Standards. Das kirgisische Justizsystem gilt im Vergleich zu einigen Nachbarstaaten als etwas transparenter, doch die Verfahren bei Drogendelikten verlaufen in der Regel zügig und mit hohen Verurteilungsquoten.</p>
<p>Kirgisistan hat die <strong>Todesstrafe</strong> 2007 abgeschafft. Zuvor konnte sie theoretisch auch für besonders schwere Drogendelikte verhängt werden.</p>

<h2>Medizinisches Cannabis in Kirgisistan</h2>
<p>Medizinisches Cannabis ist in Kirgisistan <strong>nicht legal</strong>. Es gibt weder ein Programm für die medizinische Verschreibung noch einen gesetzlichen Rahmen, der die therapeutische Nutzung von Cannabis ermöglichen würde. Auch CBD-Produkte sind nicht zugelassen.</p>
<p>Interessanterweise hat es in Kirgisistan vereinzelt <strong>parlamentarische Vorstöße</strong> gegeben, den kontrollierten Anbau von Industriehanf zu diskutieren. Die fruchtbaren Böden und das geeignete Klima würden den Anbau begünstigen, doch bislang hat sich keine politische Mehrheit für eine auch nur teilweise Liberalisierung gefunden. Im Unterschied zu Ländern wie <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/deutschland/" title="Drogenpolitik in Deutschland">Deutschland</a> bleibt Cannabis in Kirgisistan vollständig im strafrechtlichen Bereich.</p>

<h2>Aktuelle Entwicklungen der Drogenpolitik</h2>
<p>Die kirgisische Drogenpolitik steht vor mehreren aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen:</p>
<ul>
<li><strong>Zunahme synthetischer Drogen:</strong> In den Städten Bischkek und Osch werden zunehmend synthetische Drogen und neue psychoaktive Substanzen konsumiert, die über das Internet gehandelt werden.</li>
<li><strong>Substitutionstherapie:</strong> Kirgisistan ist eines der wenigen zentralasiatischen Länder, das Methadon-Substitutionsprogramme anbietet. Diese Programme stehen jedoch unter politischem Druck und wurden in der Vergangenheit wiederholt in Frage gestellt.</li>
<li><strong>Harm-Reduction-Ansätze:</strong> Mit Unterstützung internationaler Organisationen betreibt Kirgisistan Nadeltauschprogramme und HIV-Prävention unter injizierenden Drogenkonsumenten.</li>
<li><strong>Strafrechtsreform:</strong> Das 2019 in Kraft getretene neue Strafgesetzbuch hat die Strafrahmen für Drogendelikte teilweise angepasst und eine klarere Unterscheidung zwischen Besitz und Handel eingeführt.</li>
<li><strong>Regionale Kooperation:</strong> Kirgisistan arbeitet im Rahmen der CSTO und der SCO mit den Nachbarstaaten bei der Bekämpfung des Drogenhandels zusammen.</li>
</ul>
<p>Eine Besonderheit Kirgisistans ist die vergleichsweise <strong>aktive Zivilgesellschaft</strong>, die sich auch in der Drogenpolitik zu Wort meldet. NGOs setzen sich für eine stärker gesundheitsorientierte Drogenpolitik ein und haben bei der Einführung der Substitutionstherapie eine wichtige Rolle gespielt.</p>

<h2>Fazit: Wie streng ist die Drogenpolitik in Kirgisistan?</h2>
<p>Kirgisistans Drogenpolitik ist <strong>grundsätzlich restriktiv</strong>, zeigt aber im Vergleich zu einigen Nachbarstaaten wie <a href="/einfach-aufgeklaert/drogenpolitik/usbekistan/" title="Drogenpolitik in Usbekistan">Usbekistan</a> oder Turkmenistan gewisse Ansätze von Pragmatismus. Die Existenz von Substitutionsprogrammen und Harm-Reduction-Maßnahmen deutet auf eine etwas differenziertere Herangehensweise hin, auch wenn die Strafrahmen für Drogendelikte hoch bleiben.</p>
<p>Das natürliche Cannabisvorkommen in den Bergen und die Transitroute für afghanische Drogen bleiben die bestimmenden Faktoren der kirgisischen Drogenpolitik. Medizinisches Cannabis ist nicht verfügbar, und eine grundlegende Liberalisierung ist trotz der vergleichsweise offenen Gesellschaft nicht absehbar. Reisende sollten die strengen Gesetze unbedingt respektieren. Wer verschiedene <a href="/drogentest/" title="Drogentests kaufen">Drogentests</a> kennenlernen möchte oder Unterstützung bei Suchtproblemen benötigt, wird bei der <a href="/suchtberatung/" title="Suchtberatung finden">Suchtberatung</a> fündig.</p>

<h2>Quellen</h2>
<ul>
<li>Strafgesetzbuch der Kirgisischen Republik (2019, Artikel zu Drogendelikten)</li>
<li>UNODC – Regional Programme for Central Asia</li>
<li>Harm Reduction International – Country Profile Kyrgyzstan</li>
<li>Auswärtiges Amt – Reise- und Sicherheitshinweise Kirgisistan</li>
<li>International Narcotics Control Board (INCB) – Jahresberichte</li>
</ul>
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